Mit hochwertigen Filtertubes und PTFE-Membrane.

Lackstaubfilter
Beim Nasslackieren entsteht auch Overspray. Overspray ist der Festkörperanteil des Lackes, der beim Spritzen nicht vom Werkstück aufgenommen wird. Der Overspray ist unmittelbar nach der Freisetzung bestimmungsgemäß noch feucht und klebefähig. Er wird vom Abluftstrom der Spritzkabine erfasst und einem Filter zugeführt. Dieses können z. B. Prallblechfilter, Papierfilter, Vliesfilter, Glasfaserfilter oder auch Kombinationen daraus sein. Der Klebeeffekt bewirkt, dass die Lackpartikel an den Kontaktflächen des jeweiligen Filtermediums anhaften, wodurch nicht zuletzt ein guter Abscheidegrad erzielt wird. Aber all diese Filter sind Speicherfilter, d. h. die Filter wachsen bei laufendem Betrieb mehr und mehr zu und können nicht regeneriert werden. Wird dadurch die Mindest-Abluftmenge der Spritzkabine unterschritten, ist ein Filterwechsel erforderlich. Dieser kann unter Umständen sehr zeitaufwendig sein und der Arbeitsablauf muss dafür unterbrochen werden. Bei der Entsorgung kommt erschwerend hinzu, dass nicht nur die ausgefilterten und gebundenen Lackreste, sondern auch die eigentlichen Filtermaterialien mit entsorgt werden müssen.

Für automatische, kontinuierliche bzw. mehrschichtige Lackierprozesse sind derartige Rüstzeiten nicht vertretbar. Hierfür sind ebenfalls kontinuierliche Verfahren erforderlich, d. h. automatisch abreinigende Filter. Die Feuchtigkeit und die Klebefähigkeit der abzuscheidenden Partikel sind dabei das Problem. Zur Lösung dieses Problems sollte den Lackpartikeln die Klebefähigkeit bereits innerhalb der Spritzkabine weitestgehend genommen werden. Hierfür bietet sich unser patentiertes System “RTS-Rotation“ in hervorragender Weise an. Dabei handelt es sich um langsam rotierende Bürstenwalzen, die an der Borstenoberfläche die klebefähigen Lackpartikel aufnehmen und dort antrocknen lassen. In vorgegebenen Zeitabständen werden im hinteren Bereich der Bürstenwalzen die Borsten durch einschwenkbare Kämmvorrichtungen automatisch regeneriert. Die abgelösten Lackreste können dann entweder in Arbeitspausen manuell oder auch bei laufendem Betrieb automatisch entnommen und entsorgt werden.

Um den Umweltschutzanforderungen bezüglich Reststaubgehalt in der Abluft gerecht zu werden, genügt der Abscheidegrad dieses Systems aber nicht allein. Dafür ist eine weitere Filterstufe erforderlich. Man muss davon ausgehen, dass die hier ankommenden Lackpartikel noch bedingt feucht und klebefähig sind. Hierfür verwenden wir spezielle Lackstaubfilter mit hochwertigen Filtertubes mit PTFE-Membrane.

Nach Bedarf wird zusätzlich mit Precoatingmittel (Hilfsstaub) gearbeitet, um den Partikeln die Klebefähigkeit zu nehmen und um die Staubschicht auf den Filterelementen luftdurchlässig zu halten. Das Precoatingmittel wird mittels spezieller Dosiervorrichtungen in die Rohluftrohrleitung injiziert. Die Abreinigung der Filtertubes erfolgt durch Druckluftstossabreinigung.

Die Anwendung dieser Technologie erfordert spezielles Know-how. Seit nahezu zehn Jahren verfügen wir über entsprechende Erfahrungen. Die ausgeführten Anlagen liegen im Leistungsbereich zwischen 5.000 und 90.000 m³/h.

Wegen der Vielzahl unterschiedlicher Lacksysteme sind in der Regel individuelle Versuche in unserem Technikum erforderlich, um für den Einzelfall die richtige Lösung zu finden.

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Thomas Lanz
Bereichsleiter Entstaubungstechnik

Aufgabengebiet
Geschäftsbereich Entstaubung / Luftreinhaltung

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