Trockenspritzwand "RTS-Rotation" mit rotierende Bürsten

Spritzwand mit Trockenabscheidung und automatisch regenerierendem Vorfilter.

Vorteile serienmäßig:

  • Automatisch regenerierender Vorabscheider
  • Automatisch abreinigender Feinabscheider (Option)
  • Nahezu uneingeschränkte Einsetzbarkeit bei physikalisch trocknenden Lacken    
  • Lange Standzeiten
  • Schnelle Amortisation und einfache Handhabung
  • Geringe Reststaubwerte
  • Nur trockener Overspray als Abfall 
Trockenspritzwand RTS-Rotation

RTS-Rotation – Wartungsarme Trockenspritzwand
Die Stärken der Overspray-Trockenabscheidung kommen in der Praxis vor allem dann voll zum Tragen, wenn relativ große Lackmengen verarbeitet werden müssen und der Oversprayanteil nicht mehr reduziert werden kann.

Spritzwände mit Trockenabscheidung sind in der Regel mit Einwegfiltern oder manuell regenerierbaren Filtern ausgestattet. Diese verursachen Kosten für Ersatzfilter, Wartung und Entsorgung. Außerdem sind Betriebsunterbrechungen für einen Filterwechsel erforderlich. Um diese Kosten und Rüstzeiten zu reduzieren, wurde von der Firma Rippert das System "RTS-Rotation" entwickelt. Durch die neue Bürstenvorabscheidung werden die Wartungsintervalle und die Filterstandzeiten gegenüber herkömmlichen Systemen wesentlich verlängert.

So funktioniert das System "RTS-Rotation"
Die Oversprayabscheidung erfolgt bei der RTS-Rotation mit einer Vorfilter- und einer Feinfilterstufe. Die Vorfilterstufe wird von senkrechten, langsam rotierenden Bürstenwalzen gebildet. Die Borsten bilden in der Summe eine riesige Oberfläche und nehmen die klebefähigen Partikel des Oversprays auf. Während der langsamen Rotation können die Lackpartikel an den Borstenspitzen austrocknen. Dadurch kommt es zu langsam anwachsenden Anbackungen an den Borsten. Im Bereich hinter den Bürstenwalzen befinden sich Abstreifer, die diese Anbackungen von den Borsten kontinuierlich ablösen. Das abgelöste, ausgehärtete Material fällt in die unter den Bürsten angeordneten Schubladen und kann so einfach entsorgt werden. Häufig darf der trockene Lackstaub als "Gewerbemüll" entsorgt werden. Die Bürsten benötigen ansonsten nur eine geringe Wartung und müssen nicht getauscht oder erneuert werden.
Die Feinfilterstufe bildet ein besonderer Vliesfilter, welcher oberhalb der Bürstenwalzen angeordnet ist und in der Standardversion manuell gewartet bzw. gewechselt werden muss. Die Wartungsintervalle sind abhängig von dem eingesetzten Lackmaterial. Als Option ist aber auch eine automatische Abreinigung oder ein externer Feinfilter mit automatischer Abreinigung möglich.
Nach vorliegenden Betriebserfahrungen von mehr als zehn Jahren werden etwa 75 bis 95 % des Oversprays in der Vorfilterstufe und der Rest in der Feinfilterstufe abgeschieden. Der Grad der Abscheidung ist stark abhängig von der Art des Lackes und der Trocknungsreaktivität in der Flugphase.

Eingesetzt werden können folgende Lacke:

  • 1 K / 2K-Lösungsmittellacke
  • 1 K / 2K-Wasserlacke
  • Wasser-UV-Lacke
  • Wässrige Dispersionskleber
  • Haftprimer für Gummiwerkstoffe


Die Lacke werden vor dem Praxiseinsatz in einer Technikumsanlage bei der Firma Rippert getestet und dann freigegeben. Nicht einsetzbar sind Einbrennlacke und 100 % UV-Lacksysteme.

Die horizontale Variante
Weiterhin ist es auch möglich, dieses System als horizontale Unterflur-Absaugung einzusetzen. Diese Variante wird beispielsweise bei einem Maschinenbauer für Großteile genutzt. Zusätzlich ist dort ein Kratzförderer mit Rinnenabsaugung installiert, um die abgereinigten Partikel der Bürsten automatisch aus der Grube herauszufördern.

Fazit
Die RTS-Rotation läßt sich immer dann sehr gut einsetzen, wenn relativ große Lackmengen mit einem nicht vermeidbaren Oversprayanteil zu verarbeiten sind, da ansonsten mit der herkömmlichen Technik sehr viel Restmüll entstehen würde. Im Vergleich zu wasserberieselten Spritzwänden und normalen Trockenspritzwänden ist die Amortisationszeit kürzer; sie beträgt häufig weniger als zwei Jahre.