06mrt2013

Grünes Licht für Erweiterung am Heitkamp (Werk 2)

Herzebrock-Clarholz (ds). Rippert Anlagentechnik erweitert auf dem ehemaligen Franzbäcker-Areal: Für die Planungen des heimischen Unternehmens gab der Fachausschuss am Montagabend grünes Licht. An der Straße Heitkamp sollen Betriebsgebäude auf einer Gesamtfläche von knapp 5000 Quadratmetern vis-à-vis des Hauptwerks an der Paul-Rippert-Straße entstehen.

Drei Hallenschiffe sind in Planung, für die der Betrieb unterschiedliche Nutzungen vorsieht. Unter anderem sollen Elektroabteilung und die Rippert Automation einziehen. Für die vergangenen Monate und die bevorstehende Bauzeit haben beide Bereiche einen provisorischen Standort an der Carl-Miele-Straße im Herzebrock-Clarholzer Industriegebiet bezogen: Der platze bereits wieder aus den Nähten, so Geschäftsführer Uwe Schlüter auf „Glocke“-Nachfrage. Mit dem geplanten Umzug an den Heitkamp sollen die Betriebsflächen an der Carl-Miele-Straße allerdings nicht aufgegeben werden. Auch für diesen Standort bestehen Expansionspläne, zu denen sich Uwe Schlüter aber noch nicht näher äußern wollte. In einem Anschreiben mit Bezug auf die Planung berichtet das Unternehmen, dass seit Beginn der Erweiterungsvorhaben im Jahr 2007 mehr als 140 Mitarbeiter eingestellt wurden und der Umsatz sich annähernd verdoppelt habe. Aktuell beschäftige Rippert in der Gruppe 378 Mitarbeiter, davon 42 Auszubildende. 2012 sei ein Umsatz von rund 75 Millionen Euro erzielt worden.

Dem Planungsausschuss waren mehrere Punkte wichtig: zum einen die Höhenrelation der Hallen im Verhältnis zu den umliegenden Gebäuden. Mit einer Gesamthöhe von 12,35 Metern und einem relativ großen Abstand zur Nachbarbebauung beurteilte Planerin Maren Dinter diese als nicht problematisch. Der Jordan-Bach, der aktuell noch unterirdisch auf der Franzbäcker-Fläche verläuft, soll zukünftig offen, neben der Halle, hergeführt
werden. Ein breiter Grünstreifen und der Verzicht auf Fensteröffnungen zur Wohnbebauung an der Kantstraße und am Hegelweg sollen für Verträglichkeit sorgen, so Fachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst aus dem Rathaus. - (die Glocke)

Werk 2
Blickrichtung aus Nordosten auf den geplanten Erweiterungsbau des Herzebrock-Clarholzer Unternehmens Rippert. Der Bau soll drei Hallenschiffe und Nebenanlagen umfassen.
Knapp 5000 Quadratmeter sollen bebaut werden. Details werden im Lauf der weiteren Planungen erläutert.