Räderlackieranlagen für höchste Qualitätsansprüche

Aluminiumfelgen sind für viele Autobesitzer ein Muss. Denn sie tragen maßgeblich zur Veredlung eines Autos bei. Darüber hinaus sind Aluminiumräder ein Designelement, mit dem sich – von elegant bis sportlich – ganz unterschiedliche Designakzente setzen lassen. Äußerste Präzisionsarbeit, die Erfüllung hoher Qualitätsnormen und die Einhaltung diverser Vorschriften – unter anderem in Bezug auf eine umweltfreundliche Fertigung – sind nur einige Erwartungen der Automobilhersteller. Diese Erwartungen sind nur mit modernster Technik realisierbar.

Räderlackieranlagen von Rippert überzeugen bei Räderherstellern aufgrund ihrer innovativen Technik und ihrer vielfältigen Möglichkeiten. Darüber hinaus sind die Räderlackieranlagen von Rippert 

  • individuell und modular aufbaubar
  • äußerst präzise bei der Lackierung
  • umweltschonend und nachhaltig
  • energie- und kosteneffizient.

Langjährige Erfahrung aus dem Hause Rippert
Die Firma Rippert verfügt über eine 50-jährige Erfahrung in Entwicklung und Produktion von Lackieranlagen. Durch die Gewinnung erfahrener Mitarbeiter in diesem Businesssegment startete Fa. Rippert in den Bereich der Lackieranlagen für Aluminiumräder mit einem gefestigten Erfahrungsschatz und konnte bereits diverse Anlagen umsetzen - zum Beispiel für die Unternehmen 

  • Maxion Wheels, Türkei 
  • SuperAlloy, Taiwan und Deutschland, 
  • Brock Alloy Wheels, Bosnien-Herzegowina
  • Superior, Mexiko

- und alle natürlich „Made in Germany“.

Informationen zu den Lackierverfahren der Räderlackieranlagen finden Sie hier.

Sie möchten mehr über Fördertechnik, Automatisierung und Steuerung erfahren? Dann schauen Sie hier.

Individuelle Anforderungen? Individuelles Lackierverfahren!

Vorbehandlung

Die Verfahrensabläufe der Räderlackieranlagen variieren je nach der gewünschten Oberflächenqualität. Für Standardräder erfolgt der Lackaufbau in drei Schichten; für glanzgedrehte Räder werden bis zu sechs Lackschichten aufgetragen – unter anderem erfahrungsgemäß eine Schicht mit Korrosionsschutzlack (KSL) oder Korrosionsschutzpulver (KSP), Klarpulver und/oder Klarlack (auch: ABD-Lack). Die einzelnen Verfahrensschritte sind bei den Räderlackieranlagen von Rippert Fördertechnisch getrennt. Durch Knickarmroboter werden die Räder automatisch zum nächsten Verfahrensschritt übergeben.

Verfahrensabläufe der Lackieranlagen im Detail - Chromfreie Vorbehandlung

Rotierende Abblaszone
  1. Die Vorbehandlung der Räder wird mit den jeweiligen Chemielieferanten abgestimmt und schließlich vorgenommen.
  2. Nach der Vorbehandlung durchlaufen die Räder die rotierende Haftwasser-Abblaszone. Dieses innovative Verfahren hat Rippert entwickelt und patentieren lassen: Mithilfe rotierender Düsen werden die Räder in dieser Zone schnell und exakt von Wasser befreit. 
  3. Im Anschluss daran gelangen die Räder in den Haftwassertrockner. Dieser trocknet die Räder bei bis zu 220 °C vollständig – selbst in Mikroporen. Dies verringert das Risiko einer Oberflächenstörung in den nachfolgenden Prozessen stark. 
  4. Dank der Kaskaden- bzw. Kreislaufführung wird die benötigte Menge an Frisch- und Abwasser für den Spülvorgang reduziert. In einer chemisch-physikalischen Abwasserbehandlungsanlage wird das Wasser aufbereitet. 

Grundierung

Grundierung
  1. Die Grundierung erfolgt in klimatisierten, isolierten, verglasten Räumen. In diesen wiederum befinden sich bis zu drei Kabinen für die Pulverbeschichtung. Die Räder erhalten mittels Corona-Pistolen eine Beschichtung mit Klarpulver oder Grundierpulver (in Hellgrau, Schwarz oder einer anderen Farbe). 
  2. Das Pulver wird in einem Pulvereinbrennofen angeliert und eingebrannt.
  3. In der Kühlzone werden die Räder auf eine genau definierte Temperatur abgekühlt.

Basecoat (hauptsächlich in Silberfarben)

Vorwärmen
  1. Die Räder werden im Infrarot-Vorwärmofen erwärmt.
  2. Der Basecoat wird mittels Hochrotationszerstäubern und Esta-Pistolen aufgetragen (elektrostatische Ausführung). Die Nasslack-Kabinen verfügen eine Querstrom-Venturi-Auswaschung. In separatem Umlauf wird der Lackschlamm ausgetragen. Bei Verwendung von Basecoat auf Basis von Lösungsmitteln ist eine Verarbeitung (nass-in-nass) mit Zwischenabdunsten möglich.
  3. Die Lackierung dunstet ab und wird getrocknet. Abluftströme, die Lösungsmittel enthalten, werden entweder mittels einer Thermischen (TVA) oder einer Regenerativen (RVA) Nachverbrennungsanlage behandelt.

Klarlack

Klarlack

Für den Klarlack-Auftrag (Nasslack, Polyester-Pulver oder Acrylpulver) stehen drei Verfahren zur Verfügung:

  1. Direkt nach dem Basecoat erfolgt der Auftrag von Klarlack nass-in-nass.
  2. Der Klarlack wird zuerst mit Polyesterpulver und dann mit Klar-Nasslack aufgetragen.
  3. Der Klarlack erfolgt mittels Acrylpulver.

Fördertechnik

Fördertechnik

Die Fördertechnik ist auf der einen Seite das verbindende Element der einzelnen Prozesse, auf der zweiten Seite ist es das Förderelement in den Prozesseinheiten. Basierend auf einem gleichen Standard, werden die Förderer an die spezifischen Anforderungen angepasst. Die Reinigung der Räder in der Vorbehandlung erfolgt stehend. Die Gehänge der Vorbehandlung laufen entlang einer klassischen Kreisförderschiene durch den Reinigungs- und Beizprozess. In den Trocknern (bis zu 250°C) werden offene Spur- und Traglager mit hitzefestem Fett eingesetzt. Aus Gründen der homogenen Beschichtung erfolgt der Transport der Räder für die Beschichtung horizontal. In den Applikationsbereichen ist der Schutz vor eindringendem Overspray und Pulver eine entscheidende Vorgabe. Führungsschienen, Gleichlaufeinrichtungen, Andreheinheiten – Dreheinheiten bis zu robusten Sensorhaltern ergänzen das Portfolio des robusten Förderers. 

Automatisierung

Handling

Hier ist ebenfalls Flexibilität erwünscht. Selbstverständlich wird durch das Hause Rippert eine Roboterempfehlung abgegeben, jedoch wird jeder Kunde die im Hause „bekannten“ Roboter bevorzugen. Von ABB über Kuka bis Fanuc sind wir hier flexibel. Im Bedarfsfall oder auch im Grenzfall, prüfen wir die Einsatzfähigkeit der gewünschten Roboter um böse Überraschungen zu vermeiden. 

Die Greifeinheiten werden durch Fa. Rippert hergestellt  und sind elektrisch angetrieben. Die Vorteile der Servoantriebstechnik gegenüber der Pneumatik sind überzeugend.

Steuerung

Handling robot

Jedes Rad wird vor dem Beladen in die Lackierung in einer Datenbank erfasst. Basis für eine gute Lackierung ist das „sanfte“ Fördern und Umsetzten des Rades. Notwendig hierfür sind die individuellen, geometrischen Raddaten (Greifgeometrie, Greifhöhen, Maskiertypen, ..).

Die Art der Vorbehandlung wird entsprechend dem folgenden Prozess automatisch angepasst. Auch individuelle Vorwärmtemperaturen und Kühlstrecken können hier variiert werden. Vor jedem Applikationsschritt wird individuell ein  „Rezept“ übergeben. Die optimale Einstellung der Farbpistolen, der Farbmenge und der Lackierbewegungen ist hinterlegt.

Diese Informationen stehen dann an den relevanten Stellen innerhalb der Anlage zur Verfügung, außerdem können so sämtliche qualitätssichernde Vorschriften erfüllt und dokumentiert werden.

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Dipl.-Ing. (FH) Helmut Hoch
Vertrieb Oberflächentechnik

Aufgabengebiet
Spezialist für Räderlackieranlagen

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