Kunststoff in Beschichtungsanlagen, eine Alternative zu Edelstahl?

RIPPERT-News Kunststoff in Beschichtungsanlagen, eine Alternative zu Edelstahl?

Warum und wann ist ein Einsatz von Kunststoffen in der Anlagentechnik sinnvoll?

Kunststoff in Beschichtungsanlagen, eine Alternative zu Edelstahl? Kunststoff in Beschichtungsanlagen, eine Alternative zu Edelstahl?

In der Lackiertechnik werden zunehmend Komponenten wie z.B. Beizbecken, Behälter mit chemisch aggressiven Medien, Vorrats- und Ansetzbehälter aus Kunststoff verbaut. Der größte Vorteil gegenüber Edelstahl ist z.B. die hervorragende Beständigkeit von Polyethylen und Polypropylen gegen starke Säuren und Laugen, z.B. Schwefelsäure (Beizen), Phosphorsäure und Salzsäure. Diese Medien zersetzen sogar langfristig V4A Stähle. Als Inlay sind Kunststoffe wegen der hervorragenden elektrischen Isolation und der guten Reinigungseigenschaften bei KTL-Becken sehr gut geeignet, die nachträglich mit Polypropylen (PP) ausgekleidet werden können. Als Werkstoff für große Rundbehälter, die u.a. als Havariebehälter für Lack- und Vorbehandlungsbäder benötigt werden eignen sich Kunststoffe auch hervorragend. Die Abwasserbehandlungsanlagen der Beschichtungsanlagen werden nahezu komplett aus Kunststoff (PE und PP) gefertigt. Kunststoffe werden den Edelstahl nicht ersetzen können, aber in Kombination der Werkstoffe werden Synergien im Anlagenbau generiert. Vorteile von Kunststoff • exzellente Beständigkeit gegen aggressive Chemikalien • komplizierteste Geometrien möglich • leichtes Verschweißen • leichte Reinigung, weil Kunststoff sehr „unpolar“ ist und kaum etwas darauf haftet • elektrisch gut isolierend (pro mm bei Polypropylen 50 kV durchschlagsfest) • sehr schnelle Reparaturen durch „Aufschweißen“ von Kunststoffplatten Nachteile vom Kunststoff • Polypropylen nur bis ca. 70 °C einsetzbar, Polyethylen nur bis 40 °C • nicht so schlagfest und Stabil wie Stahl/Edelstahl • Bei großen Baugruppen ist eine Armierung mit Stahl notwendig Man unterscheidet Thermoplaste und Duroplaste Thermoplaste sind Kunststoffe, die sich in einem bestimmten Temperaturbereich (thermoplastisch) verformen lassen. Dieser Vorgang ist reversibel, das heißt, er kann durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis in den schmelzflüssigen Zustand beliebig oft wiederholt werden, solange nicht durch Überhitzung die sogenannte thermische Zersetzung des Materials einsetzt. Darin unterscheiden sich Thermoplaste von den Duroplasten und Elastomeren. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Schweißbarkeit von Thermoplasten. Typische Thermoplaste: Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polyamide (PA), Polycarbonat (PC), Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) und Polyvinylchlorid (PVC) Duroplaste sind Kunststoffe, die nach ihrer Aushärtung durch Erwärmung oder andere Maßnahmen nicht mehr verformt werden können. Sie sind nicht schweißbar, deshalb für den Anlagenbau weniger geeignet. Klassische Duroplaste: Polyester (PES), Formaldehydharze, Epoxidharze, Polyurethane

Polyethylen (PE) ist der weltweit am häufigsten eingesetzte Thermoplast. Polypropylen (PP) wird sehr häufig eingesetzt, speziell in der Oberflächentechnik. Das weltweit bekannteste Bauteil aus PP ist das Oberteil der Tic-Tac Packung.

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